Johann-Michael-Fischer Gesellschaft

Johann Michael Fischer (1692-1766) gehört zu den bedeutendsten Architekten nicht nur der Bayerischen Barock, sondern des gesamten 18. Jahrhunderts in Europa. Allein 32 Kirchenbauten erwähnt seine Grabinschrift an der Münchner Frauenkirche, daneben noch 23 Bauten für Klöster „nebst vielen anderen Palästen“.

Mit dieser Fülle an hervorragenden Bauwerken war Fischer „der erfolgreichste Architekt seiner Generation in Süddeutschland“ (Chr. Norberg-Schulz).

Neben dem im barocken Kirchenbau weit verbreiteten „Wandpfeilersaal“, den Fischer in Osterhofen und Diessen, Fürstenzell und Zwiefalten ideenreich variierte, findet sich auch der Typus der „Basilika“ in Ottobeuren.

Fischers wichtigster Beitrag zur Europäischen Architekturgeschichte aber ist seine Auseinandersetzung mit dem „Zentralraum“ über einem Quadrat, mit abgeschrägten oder ausgerundeten Ecken, umstellt von acht Arkaden und überwölbt von einer Pendentivkuppel. Kein anderer Architekt entwickelte diesen Raumtypus so systematisch und phantasievoll weiter wieFischer in seinen Hauptwerken in München-Berg am Laim, Ingolstadt, Aufhausen, Rott am Inn und Altomünster sowie auch in einer Reihe von höchst qualitätvollen Landkirchen. Johann Michael Fischer gilt deshalb zu Recht als „Architekt der Oktogone“ (Herbert Weiermann).

Fischers Kirchen sind nicht nur ein bedeutendes Kapitel der Architekturgeschichte, sondern noch heute als orts- und landschaftsprägende Bauten lebendige Zeugen Bayerischer Baukultur.

Die Johann-Michael-Fischer-Gesellschaft fühlt sich diesem Erbe verpflichtet, sie hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Anlage eines Archivs sowie durch Publikationen, Vorträge, Exkursionen und weitere Aktivitäten dieses wertvolle Erbe zu fördern.

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